Sternsinger aus St. Remigius sammeln über 4 000 Euro Euro für Kinder in Not

Die Sammelbüchsen der Sternsinger in der Pfarrgemeinde St. Remigius waren ganz schön schwer. Am 6. Januar 2010 waren 42 Kaspars, Melchiors, Balthasars und Sternträger sowie 18 jugendliche und erwachsene Begleiter unterwegs zu 170 angemeldeten Haushalten.Sehr oft hatten sie ihre Lieder gesungen und „20*C+M+B+10", Christus Mansionem Benedicat, über die Türen geschrieben. Doch das Ergebnis ihres Engagements kann sich wahrlich sehen lassen: über 4 000 Euro kamen bei der Sammlung zusammen, die für Not leidende Kinder in aller Welt bestimmt sind.

„Das war klasse", freute sich der 10 jährige Alexander. „Uns haben die Leute viel Geld in die Sammeldose geworfen. Jetzt können wir vielen Kindern auf der Welt helfen." Ursula Fritz-Klumpp freut sich über den Einsatz der zahlreichen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen in der Gemeinde: „Es ist prima, dass sich all die kleinen und großen Menschen für eine gerechte Welt einsetzen und damit ihren Beitrag zu einer tollen Aktion leisten."

Bundesweit beteiligten sich die Sternsinger in diesem Jahr an ihrer 52. Aktion Dreikönigssingen. Bereits im Vorfeld hatten sich die Mädchen und Jungen auf das diesjährige Leitwort „Kinder finden neue Wege" vorbereitet. Wie überall in Deutschland machten die Sternsinger mit ihrer Aktion deutlich, dass sich gerade Kinder in den so genannten Entwicklungsländern immer wieder neu auf den Weg machen müssen, um sich weiterzuentwickeln, für ihre Zukunft zu sorgen und damit ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. In vielen Teilen der Welt stehen den Mädchen und Jungen auch dank der Hilfe der Sternsinger neue Wege bei schulischer und beruflicher Ausbildung offen. Auch im Senegal, dem Beispielland der zurückliegenden Aktion, müssen sie dazu jedoch oft weite Wege vom Land in die Städte in Kauf nehmen. Im Unterschied zu ihren Eltern haben die Kinder allerdings die Möglichkeit, überhaupt eine Schule zu besuchen, sorgen die Projektpartner der Sternsinger dafür, dass auch Mädchen und Jungen im westlichen Afrika neue Medien wie Computer und neue Kommunikationsformen wie Internet und E-Mail nutzen können. Weitere Projekte zum Schutz der Umwelt oder zum schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen wie Wasser und Brennholz sind ausschlaggebend dafür, dass die Kinder als Träger einer gesellschaftlichen Entwicklung neue Wege finden.

Doch nicht nur die Kinder in den Projekten im Senegal werden vom Einsatz der kleinen Könige in Deutschland profitieren. Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion Dreikönigssingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion entwickelt, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Sie wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger" und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 2.700 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden. Waisenkindern, Kindern mit Behinderungen, ehemaligen.